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Ardmore

Ardmore ist ein kleiner Ort an der Südküste Irlands. Er liegt nur wenige Kilometer westlich von Youghal und somit im Herzen der Irischen Riviera. Ardmore liegt an der gleichnamigen Bucht und ist angeblich die älteste christliche Siedlung in Irland.

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Der Legende nach kam der Heilige Declan gut 30 Jahre vor der Ankunft von St. Patrick nach Ardmore. Wie es Heilige so tun gründete er eine kleine Kirche im Ort, davon ist allerdings nichts mehr übrig. Zu sehen gibt es trotzdem etwas. In Anbetracht der Historie wurde der von der Kirche natürlich weiter gepflegt.



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Ardmore ist ein ausgesprochen interessantes Fleckchen. Da ist der alte Friedhof, die kleine Kathedrale, die fantastische Aussicht, den beschaulichen kleine Ort, da gibt es mit dem Cliff House, aber auch eines der bekanntesten Hotels von ganz Irland. Das ist nicht schlecht für ein auf den ersten Blick eher unscheinbares, kleines Städtchen mit gerade einmal 400 Einwohnern.

ArdmoreArdmore bedeutet so viel wie große Höhe. Tatsächlich befindet sich der Ort auf der Spitze eines Kliffs. Die vielleicht größte Attraktion und Besuchermagnet Nummer 1 ist in der Tat das 4 Sterne Hotel "Cliff House". Es ist nicht einfach nur direkt am Kliff gebaut, sondern überragt es um ein gutes. Das Ganze ist also nichts für Leute mit Höhenangst. Das Hotel genießt allerdings einen ausgezeichneten Ruf und die Aussicht ist spektakulär.

Vom Hotel führt ein Pfad runter an den Strand. Der Treck ist ganz interessant. Er führt vorbei an der alten Station der Küstenwachen, St. Declans Cell und einer heiligen Quelle, man passiert eine Kirchenruine, ein paar alte Beobachtungsposten und das Wrack der Samson.

ArdmoreDer Strand selbst gilt derzeit noch als Blue Flag, das könnte sich allerdings ändern. Eine der Gründe, warum es in Ardmore immer noch so gemächlich zugeht, ist das Abwasser System. Technisch ist dieses auf dem Stand des frühen 15. Jahrhunderts, sprich Abwasser und dessen Inhalt gehen direkt ins Meer. Igitt, ich weiß. Dafür wurden schon andere Orte abgestraft, ein prominentes Beispiel wäre Youghal. Wegen des Strandes kommt man wohl eher nicht nach Ardmore.

Wer auf Tauchen steht, kommt in der Bucht von Ardmore dagegen voll auf seine Kosten. Die Gewässer sind ausgesprochen tückisch und haben entsprechend viele Opfer gefordert. Das macht sie für Touristen gerade erst interessant. Wracktauchen ist nun mal spannender als Fische gucken.

Das Schöne an Ardmore Bay ist nun, dass man nicht einmal ins Wasser muss, um die Wracks zu sehen. Die Samson erwähnte ich schon, bei Ebbe kann man auch die Fee des Ondes sehen. Für die anderen Wracks muss man sich dann doch in den Taucheranzug quälen. Belohnt wird man zum Beispiel mit den Überresten der Anne Sophie, der Scotland, Sextusa, Peg Tranton und der Marechal de Noailles.



Armore FriedhofWie erwähnt hat auch das Dorf selbst einiges zu bieten. Da ist zuerst und vornehmlich der alte Friedhof. Er bietet alles, was man von einem irischen Friedhof erwarten kann. Da sind die obligatorischen Hochkreuze, ein fantastisch erhaltener Rundturm und natürlich eine Kirchenruine.

Bei dieser Ruine handelt es sich um die St. Declan Kirche und sie hat den Status einer  Kathedrale. Im Anbau befindet sich ein Oratorium, wobei man mir sagte, dass dieses Oratorium sogar noch älter ist als die Kirche selbst.

Das Ganze ruht auf den Fundamenten des vom Heiligen Declan gegründeten Heiligtums; ob nur sprichwörtlich oder auch im wahrsten Sinnes des Wortes lässt sich aber nur mutmaßen. Das Oratorium stammt angeblich aus dem 8. Jahrhundert, die Kathedrale aus dem 13. An der Außenmauer findet sich ein – zumindest für ausgewiesene Fachleute – hochgradig spannendes Fresko. Es soll von einem Vorgängerbau aus dem 9. Jahrhundert stammen. Dargestellt sind das Urteil des Salomon und Szene aus der Genesis.

Ardmore EngelEin weiteres Highlight der Kathedrale sind 2 sogenannte Ogham Steine. Diese Steine interessieren besonders Linguisten. Auf den Steinen findet man eine ganz besonders eigenwillige Schriftsprache. Man bezeichnet sie auch als keltisches Baum Alphabet. Diese Ogham Steine findet man überall in Irland. Wirklich verstehen muss man die Faszination aber glaube ich nicht.

Das eigentliche Highlight des Friedhofs ist aber eigentlich die Lage. Er befindet sich auf einem Hügel, der die Stadt und die Bucht von Ardmore überblickt. Das Panorama entschädigt selbst bekennende Kulturbanausen, für eventuell durchzustehende, langwierige Ausführungen über christliche Fresken.

 

 

 

 


 

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