Reiseführer Dublin



Shoppen gehen in Dublin


Wenn einer eine Reise tut, da will er bzw. sie auch ordentlich Geld aus dem Fenster werfen. Shoppen geht in Irland ganz hervorragend. Auch wenn Dublin gemeinhin als teuer gilt, einkaufen kann man super. Das gilt vor allem für Klamotten.

Im Vergleich zum lokalen Penney zum Beispiel, ist selbst ein deutscher H&M teuer (bei vergleichbarer Qualität). Penney ist Kult und einer meiner besten Tipps, sollte es euch nach Dublin verschlagen. Dort gibt es so ziemlich jeden Schrott. Im Prinzip ist es ein Klamottenladen aber man bekommt auch immer mal wieder lustige Accessoires.

Eine ganz andere Kategorie ist Marks & Spencer. Da geht es etwas gehobener zu, dafür hat das Ganze dann auch Stil. Vergleichbar ist das Ganze wohl am ehesten mit der deutschen Galeria Kette.

Wer ist richtig edel mag, dem lege ich Brown Thomas in der Grafton Street ans Herz. Hier gibt es am Ende zwar auch nur Anzüge von der Stange, nur stammen die von Boss, Joop und Versace. Hier kann man also mal so richtig Geld lassen. Gleich um die Ecke gibt es einen Handtaschenladen (ich muss gestehen, ich weiß nicht, ob er vielleicht auch zum Brown Thomas gehört) wo die Dame von Welt eine Beutel voll Geld gegen ein Handtäschchen eintauschen kann. Das Thema erschließ sich mir offen gestanden nicht, ich bin aber auch keine Frau. Anscheinend ist Glück in bestimmten Kreisen direkt proportional zur Anzahl der Stellen auf einem Preisschild an der soeben gekauften Handtasche.

Grafton Street ist zum Schoppen ohnehin eine der angesagtesten Adressen in Dublin. Sie liegt im City Center nebenan zu Tempel Bar und Trinity College, man kann den Besuch also auch gleich mit dem Angenehmen verbinden.

Am anderen Ende der Straße liegt Stephens Green mit dem ausgesprochen ansehnlichen St. Stephens Green Shopping Center. Das ist nicht nur ein Shopping Tempel sondern auch ein imposantes Gebäude mit gelegentlichen Ausstellungen. 2011 war dort monatelang die ganz vorzügliche Phil Lynnot Ausstellung zu sehen.

 

Ein besonderer Tipp sind Buchläden. Eine Buchpreisbindung gibt es in Irland nicht. Wer gut genug Englisch kann, wird hier voll auf seine Kosten kommen. Leider gehen immer mehr dieser Buchläden den Bach runter. Bleibt zu hoffen, dass zumindest die gut sortierten Antiquariate überleben.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich aus Irland ein Fläschchen vom Wasser des Lebens mitzubringen, dem kann ich nur dringend davon abraten. Die Preise sind exorbitant. Ein Fläschchen Jameson kriegt man in Deutschland deutlich billiger. Vom meinen Wasser trinkenden Freunden erinnere ich mich, dass sie ihren irischen Whiskey aus Deutschland importiert haben.

 

Souvenirs bekommt man in Dublin an so ziemlich jeder Ecke. Das Geschäft ist allerdings fest in der Hand der Carroll's Gifts and Souvenirs. Gefühlt haben die 1000 Filialen in Dublin allein. Interessant ist, dass dort auch Einheimische einkaufen gehen. Die verkaufen halt auch Fanartikel und themenbezogene Scherzartikel zu zum Beispiel Paddies Day. Wer also einen völlig idiotischen Hut zum Nationalfeiertag braucht, einen falschen Bart, orange Perücke oder ein lustiges T-Shirt, kehrt bei Carroll‘s ein.

 

Weitgehend meiden würde ich die weitläufigen Shopping Center an der Peripherie. Iren scheinen auf Komplexe wie Blanchardstown oder Dundrum Shopping Center zu stehen, nachvollziehbar ist das allerdings nicht. Es ist die immer gleiche Mischung aus uniformen Läden, Burger Buden und vielleicht noch Kino und Leisure Plex (eine Art Spielhalle). In der Regel sieht das ganzjährig aus wie kurz vor Weihnachten, was um die Feiertage dort abgeht, will ich mir gar nicht vorstellen. Ich umfahre die ab Mitte November weiträumig.

 

Im Stadtzentrum finden sich etliche spezialisierte kleine Kramläden, wo man zum Beispiel Comics oder Spielfiguren bekommt, Modelleisenbahnen, alte Uhren, skurrile Klamotten sortiert nach Themen wie Goth, Militär usw. Die sind recht spannend. Man findet sie meist in den kleinen versteckten Gassen. Was sich dagegen überhaupt nicht lohnt, sind second hand Klamottenläden. Mal abgesehen davon, dass sie recht teuer sind, hatte ich auch Probleme, „normale“ Größen zu finden. Anscheinend sind Iren im Schnitt klein und kurzarmig.