Vorausschicken
sollte ich wohl auch, dass ich weder einen Anspruch auf Vollständigkeit
noch auf Richtigkeit habe. Ich bemühe mich natürlich um eine
korrekte Darstellung, bin mir aber bewusst, dass vieles von dem, was
hier geschrieben steht, subjektiv gefärbt ist. Ich sehe die Dinge
ganz schlicht und ergreifend mit meinen Augen und die sind hin und wieder
schon mal getrübt. Das muss nichts Schlechtes sein. Eine meiner
zugegeben zahlreichen Privattheorien führt den Erfolg irischer
Literatur und Kunst auf genau diese gelegentlich getrübte Sicht
zurück. Das mag jetzt wie ein Insiderwitz klingen, wer mal in Irland
war, weiß wahrscheinlich was ich meine. Ist schwer zu beschreiben.
Trotzdem
- sollten mir Fehler unterlaufen sein, bitte einen kurzen Hinweis (siehe Impressum weiter unten), ich korrigiere sie
dann so gut ich kann.
Ein kurzer Überblick
Irland
ist eine geteilte Insel. Der Nordosten gehört politisch zu Großbritannien
(Nordirland), der größer Teil der Insel ist seit 1948 unabhängige
Republik, schied 1949 auch aus dem Commonwealth aus. Offizielles Staatsoberhaupt
ist der Präsident, allerdings hat dieser so gut wie keine Macht.
Die Tagespolitik bestimmt das Parlament, es besteht aus zwei Kammer
und dem Premierminister (Taoíseach, gesprochen "Tíschok“)
Irland
(gesamt) hat eine Fläche von 84 421 km² und ist im Großen
und Ganzen ziemlich platt. Es gibt verschiedene Hügelketten, die
sich bemerkenswerter Weise vor allem in Küstennähe finden.
Ein schönes Beispiel dafür sind die Wicklows im Süden der Hauptstadt Dublin, heute eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete
der Insel.
Nationale
Symbole sind die Harfe und das dreiblättrige Kleeblatt (Shamrock).
An letzterem soll der Legende nach der irische Nationalheilige St. Patrick
den damals noch einigermaßen heidnischen Iren die heilige Dreifaltigkeit
erklärt haben. Genützt hat es, viel katholischer als hier
geht es noch nicht einmal im Vatikan zu.
Was
muss man über Irland noch wissen? Es gibt meines Wissens keinerlei
gefährliche Tiere oder sonstige Besonderheiten, vor die man einen
Mitteleuropäer gesondert warnen müsste. Gefahren wird auf
der linken Seite, vorsicht also Straßenverkehr. Ich habe mir gleich
am Anfang angewöhnt, immer in beide Richtungen zu schauen, bevor
ich eine Straße überquere.
Wenn
jemand ein "L" am Auto pappen hat, bedeutet
das, er ist nicht im Besitz eines gültigen Führerscheins.
Soweit mir bekannt, sollte rein theoretisch, dann jemand mit im Auto
sitzen, der im Besitz eines solchen ist, doch das wie gesagt ist die
graue Theorie. Iren sind ganz im Allgemeinen keine besonders guten Autofahrer.
Wetter
Wettertechnisch ist Irland geprägt einmal durch den Atlantik, zum
anderen den Golfstrom. Es herrscht - wie man es leicht euphemistisch
nennt - Seeklima. Das hört sich sehr gesund und nach Südsee
an, leider leider trifft es das aber so gar nicht. In der Praxis bedeutet
es vor allem eine Menge Regen. Richtig regnen tut es eigentlich gar
nicht, es nieselt meist so vor sich hin. Ich würde vermuten, dass
die Niederschlagsmenge nicht so hoch ist, wie die durch mich geschätzte
Zahl von 350 Regentagen im Jahr - eine kleine Übertreibung - vermuten
ließe.
Zudem
scheint das Wetter zumindest zweigeteilt, manchmal auch viergeteilt,
aber das wird zu kompliziert. Als kleine Grundregel kann man beherzigen:
im bösen Westen regnet es den lieben langen Tag, hier bei uns im
Osten ist die Niederschlagsmenge deutlich geringer. Je weiter im Norden,
desto mieser das Wetter. Insgesamt am Besten ist es im Ostteil aber
nicht zu weit südlich, kurz gesprochen also in der Gegend um Dublin.
Es gibt sogar Tage, wo es überhaupt nicht regnet. Um jetzt irgendwelchen
Missverständnissen vorzubeugen - das bedeutet nicht, dass es hier
trocken wäre und nein, Irland ist nicht halb so groß wie
diese virtuelle Wetterkarte gerade glauben machen wollte.
Das
allerallerbeste am Seeklima ist, dass es nie so richtig bitterkalt wird.
Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind die absolute Ausnahme. Auf
Irland wachsen sogar Palmen. Die Kehrseite dieser Medaille ist, dass
es auch nie so richtig warm wird. Selbst im Hochsommer steigen die Temperaturen
eher selten über 20 Grad. Das Wetter ist - kurz gesprochen - einigermaßen
grauselig.
Die
in diesem Zusammenhang gute Nachricht ist, dass man in Irland keinen
Schirm braucht. Das klingt vielleicht komisch, ist aber so. Der Grund
für zum Beispiel meine Schirmlosigkeit ist das Wetter. Bei uns
hier ist es nämlich nicht nur ziemlich regnerisch sondern meistens
auch ziemlich windig. Da macht so ein Teil einfach keinen Sinn.
Völlig
nutzlos ist so ein Schirm natürlich nicht. Man kann ihn prima benutzen,
um einem Taxi zu winken. Die Geste an sich wird ganz bestimmt verstanden,
allerdings ist sie irgendwie super britisch und ob Taxifahrer auf so
etwas reagieren, bedürfte weiterer Tests.
Beste
Zeit zum Reisen sind meiner Erfahrung nach die Monate Mai, Juni und
September, verlassen kann man sich aber nicht drauf. In Irland ignoriert
man das Wetter am Besten. Ein negativer Mensch sieht halt nur den Regen,
tatsächlich ist es aber auch so, dass fast jeden Tag die Sonne
scheint. Na ja und wenn nicht - die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Sprache
Die offizielle Landessprache der Insel ist - und das mag manchen überraschen
- Irisch. Zwar ist irisch im Grunde nichts anderes als gälisch,
allerdings mögen es die Iren nicht besonders, wenn man es so nennt.
Zwar sind alle Beschriftungen zweisprachig, allerdings wird man als
Tourist ansonsten wenig Kontakt mit der eigentlichen Landessprache haben.
Im täglichen Umgang wird Irisch mehr und mehr durch Englisch verdrängt.
In den Städten findet man es praktisch gar nicht mehr, für
die meisten Iren ist es mittlerweile nur noch die zweite Sprache.
Das
hat einen handfesten Grund. In den meisten Schulen ist die Unterrichtssprache
Englisch, drei von vier öffentlich rechtlichen Fernsehprogrammen
folgen diesem Trend. Das öffentliche Leben, selbst Parlamentsdebatten
finden in der Sprache der ehemaligen Besatzer statt. Nur wer englisch
spricht, hat gute Berufsaussichten; Zeitungen, ja selbst die großen
Schriftsteller der Insel schreiben nicht in der traditionellen Landessprache.
Mittlerweile unternimmt der Staat einiges, um selbige zu retten, so
erfahren Schulen mit Unterrichtssprache Irisch besondere Förderung.
Der Niedergang wird langfristig wohl trotzdem nicht aufzuhalten sein.
Einreise
Irland
ist Mitglied der europäischen Union, die offizielle Währung
ist der Euro. Zur Einreise reicht also der Personalausweis. EU-Bürger (es gibt Ausnahmen im Bezug auf neue Mitgleider) dürfen bleiben,
so lange sie wollen und brauchen auch keine extra Arbeitserlaubnis. Wer
sich hier einen Job suchen will, braucht allerdings eine PPS Nummer.
Die gibt es - typisch irisch - ziemlich unbürokratisch und unkompliziert.
Genaueres verrät einem dann der Arbeitgeber.
Irland ist
nicht Mitglied im Schengener Abkommen (Danke für den Hinweis Dagmar). Die
Einfuhr von Fleisch- und Milchprodukten ist verboten, die Wahrscheinlichkeit,
dass man bei der Einreise kontrolliert wird, ist allerdings gleich null.
Ansonsten gelten die in der EU üblichen Bestimmungen, sprich so
lange man plausibel machen kann, dass es sich um Eigenbedarf handelt,
kann man soviel Tabak und Alkohol mitbringen, wie man will - na ja zumindest
wenn es in der EU versteuert wurde.
Tipps
zu Anreise und Fortbewegung im Land finden sie auch übrigens auch
auf: www.irland-reise.org.
Ganz Neu sind die Irischen Nachrichten mit Aktuellem von der Grünen Insel. Aus Gründen der Praktikabilität habe ich die auf meiner anderen Homepage untergebracht. Die läuft auf einem Content Management System und lässt sich entsprechend leichter aktualisieren.
Aktueller Artikel:
- Irland an vorderster Front -
Das hört man doch gern; in Irland werden große Brötchen gebacken. Nichts ist mehr mit zaghafter Zurückhaltung. Irland katapultiert sich zumindest in einem Bereich an die vorderste Front. Worum es geht? Tja, das ist die schlechte Nachricht: Internetsperren.
Mehr ...

Impressum:
Alle
Texte auf dieser Seite sind mein geistiges Eigentum. Das gilt auch für
die meisten Bilder. An Stellen wo meine Kamera versagt hat, beziehungsweise
Orten, die ich besuchte, bevor auch bei mir das Zeitalter der digitalen
Fotografie Einzug gehalten hat, entstammen sogenannten public domains.
Sie sind jeweils verlinkt zu der Seite, von der sie ursprünglich
stammen.
Links
auf externe Seiten sind in aller Regel fett gedruckt, dank eines kleinen
Skriptes aber nicht wie sonst üblich unterstrichen. Einfach mit
der Mouse drüber, der Zeiger verändert sich dann. Für
deren Inhalt bin ich selbstredend nicht verantwortlich, muss das anscheinend
aber ausdrücklich erklären. Ist hiermit geschehen!
Texte,
Bilder & Gestaltung: Kristian Büsch
Technische Betreung: Jörg Schaufele
Kontakt
Fragen und Anregungen bitter per Mail an:
info@irland-rundreise.de
Postkarten
und Geschenksendungen bitte an:
J&K
11 Coolmine Woods
Dublin 15
Republic of Ireland
Viel
Spaß auf Irland Rundreise! 
Wer ist Präsident des Internets? >>>>
Der Job des Internetpräsidenten scheint vakant, also habe ich beschlossen zu kandidieren. Je mehr Leute auf die Seite linken, desto schneller geht es voran.
Die Seite ist getestet
auf Internet Explorer, Mozilla
Firefox und Opera
10.
Irland Rundreise wird empfohlen von http://www.reiselinks.de/irland.html
Flug Irland Kanaren Kreta München Greece Island Griechische Inseln Mietwagen Irland Osteuropa Grugapark